Welches Eichhörnchenfutter wird wirklich gefressen

Welches Eichhörnchenfutter wird wirklich gefressen?

Wer Eichhörnchen im Garten füttert, kennt das folgende Problem: Man kauft eine fertige Futtermischung, füllt das Futterhaus – und kurze Zeit später liegen einzelne Bestandteile überall verteilt herum. Manche Zutaten werden sofort herausgesucht, andere bleiben fast vollständig liegen.

Das ist kein ungewöhnliches Verhalten. Eichhörnchen sind sehr selektiv und wählen aus einer Mischung bevorzugt die Bestandteile aus, die ihnen besonders attraktiv erscheinen. Genau deshalb lohnt es sich, bei Eichhörnchenfutter nicht nur auf den Preis pro Kilogramm zu schauen, sondern auf die tatsächliche Zusammensetzung.

Erfahrungen von Menschen

Sehr oft lesen wir in Erfahrungsberichten von Webshops:

Viele Samen, wenig Nüsse. Leider picken die Eichhörnchen die Nüsse heraus und lassen den Rest liegen. 

Was fressen Eichhörnchen besonders gern?

Eichhörnchen ernähren sich natürlicherweise von Nüssen, Samen, Baumfrüchten, Knospen, Pilzen und weiteren pflanzlichen Nahrungsquellen. Besonders wichtig sind energiereiche Samen und Nüsse.

Zu den typischen Bestandteilen ihrer natürlichen Nahrung gehören unter anderem:

  • Haselnüsse
  • Walnüsse
  • Bucheckern
  • Samen von Fichte, Kiefer und anderen Bäumen
  • Eicheln
  • Hainbuchensamen
  • Kastanien und andere Baumfrüchte
  • verschiedene weitere Samen und Früchte

Gerade Nüsse und Waldfrüchte sind für Eichhörnchen interessant, weil sie viel Energie liefern und sich zum Teil gut als Vorrat verstecken lassen.

Werden Eicheln von Eichhörnchen gerne gegessen?

Trotz ihres Namens berichten sehr viele Wildtierhilfen davon, dass Eicheln nicht zum Liebingsfutter von Eichhörnchen gehören. Eicheln werden von Eichhörnchen gefressen, gehören aber nicht immer zu den bevorzugten Bestandteilen einer Futterstelle. Häufig werden Haselnüsse, Walnüsse, Bucheckern und bestimmte Baumsamen zuerst genommen.

Warum wird manches Eichhörnchenfutter aussortiert?

Viele handelsübliche Futtermischungen bestehen aus sehr unterschiedlichen Zutaten. Dazu gehören beispielsweise Sonnenblumenkerne, Mais, Getreide, Erdnüsse, Johannisbrot, Rosinen, Nüsse und verschiedene Saaten.

Das ist nicht automatisch schlecht. Das Problem entsteht eher dann, wenn ein großer Teil der Mischung aus Zutaten besteht, die die Tiere an der jeweiligen Futterstelle weniger gern aufnehmen.

Eichhörnchen suchen sich dann die bevorzugten Bestandteile heraus und werfen andere aus dem Futterhaus.

Für den Käufer bedeutet das:

Ein günstiges Futter kann am Ende teuer sein, wenn ein großer Teil davon nicht gefressen wird.

Ein Kilogramm Mischung für 6 Euro ist wenig attraktiv, wenn davon ein erheblicher Anteil auf dem Boden landet. Ein hochwertigeres Futter mit einem größeren Anteil tatsächlich angenommener Bestandteile kann trotz höheren Kilopreises wirtschaftlicher sein.

Besonders beliebt: Haselnüsse und Walnüsse

Haselnüsse und Walnüsse gehören zu den klassischen Futtermitteln für Eichhörnchen.

Nüsse mit Schale haben dabei einen zusätzlichen Vorteil: Das Eichhörnchen muss sie selbst öffnen. Das entspricht seinem natürlichen Verhalten und beschäftigt das Tier.

Auch ganze Nüsse können von Eichhörnchen als Vorrat weggetragen und versteckt werden.

Haselnüsse eignen sich deshalb besonders gut für ein hochwertiges Eichhörnchenfutter.

Bucheckern – natürliche Waldnahrung

Bucheckern werden bei vielen fertigen Eichhörnchenfuttern nur in kleinen Mengen eingesetzt. Dabei gehören sie zur natürlichen Nahrung heimischer Eichhörnchen.

Im Herbst sammeln Eichhörnchen Bucheckern direkt vom Waldboden und können sie auch als Vorrat verstecken.

Für eine naturnahe Futtermischung sind Bucheckern daher besonders interessant.

Ein weiterer Vorteil reiner Bucheckern: Der Käufer weiß genau, was er bekommt. Es gibt keinen hohen Anteil günstiger Körner oder anderer Bestandteile, die möglicherweise liegen bleiben.

Werden Sonnenblumenkerne gefressen?

Sonnenblumenkerne werden von Eichhörnchen grundsätzlich aufgenommen und sind auch in vielen Futtermischungen enthalten.

Sie sind jedoch sehr günstig und werden deshalb teilweise in großen Mengen eingesetzt.

Das bedeutet nicht, dass Sonnenblumenkerne schlechtes Eichhörnchenfutter sind. Eine Mischung, die überwiegend aus Sonnenblumenkernen besteht, ist aber etwas anderes als ein hochwertiges Nuss- und Waldfruchtfutter.

Wer möglichst naturnah füttern möchte, sollte daher auf eine ausgewogene Zusammensetzung achten.

Was ist mit Mais und Getreide?

Mais, Hafer, Weizen und andere Getreidebestandteile findet man ebenfalls häufig in günstigen Futtermischungen.

Auch solche Zutaten können von Eichhörnchen aufgenommen werden. Sie entsprechen jedoch weniger dem, was viele Menschen unter einem hochwertigen Nuss- und Waldfruchtfutter verstehen.

Bei Kundenbewertungen verschiedener Futtermischungen findet man deshalb immer wieder Berichte, dass bestimmte Körner oder Maisbestandteile aus dem Futterhaus geworfen oder liegen gelassen werden.

Das kann natürlich von Tier zu Tier unterschiedlich sein.

Jedes Eichhörnchen hat eigene Vorlieben

Man sollte nicht erwarten, dass jedes Eichhörnchen exakt dasselbe frisst.

Ein Tier kann besonders gern Haselnüsse nehmen, während ein anderes zuerst Walnüsse oder Sonnenblumenkerne herauspickt.

Auch das natürliche Futterangebot spielt eine Rolle. Wenn im Herbst ohnehin große Mengen Haselnüsse oder Bucheckern vorhanden sind, kann die Nachfrage an einer künstlichen Futterstelle geringer sein.

Im Winter oder in städtischen Gebieten kann sich das Verhalten wiederum ändern.

Woran erkennt man gutes Eichhörnchenfutter?

Gutes Eichhörnchenfutter sollte nicht einfach nur möglichst viele verschiedene Zutaten enthalten.

Wichtiger sind Qualität und Zusammensetzung.

Achten kann man beispielsweise auf:

einen hohen Anteil an Nüssen und natürlichen Baumfrüchten, wenig unnötige Füllstoffe, saubere und unverdorbene Ware sowie eine abwechslungsreiche Mischung.

Schimmelige oder stark beschädigte Nüsse gehören grundsätzlich nicht ins Futter.

Eine mögliche Premium-Mischung

Wer selbst mischen möchte, könnte beispielsweise eine Mischung aus:

Bucheckern, Haselnüssen, Walnüssen, Sonnenblumenkernen und weiteren geeigneten Baumsamen

Eine Mischung aus Bucheckern und Haselnüssen sollte allerdings absolut ausreichend sein.

verwenden.

Dabei muss die Mischung nicht kompliziert sein. Oft ist eine kleinere Zahl hochwertiger Bestandteile sinnvoller als eine lange Zutatenliste, bei der ein großer Teil liegen bleibt.

Reine Bucheckern als Alternative

Eine interessante Möglichkeit ist, verschiedene Futtermittel getrennt anzubieten.

Statt einer fertigen Mischung kann man beispielsweise eine Futterstelle mit Haselnüssen und eine zweite mit Bucheckern anbieten.

So lässt sich sehr schnell beobachten, was die Eichhörnchen im eigenen Garten tatsächlich bevorzugen.

Reine Bucheckern eignen sich außerdem gut zum Ergänzen vorhandener Futtermischungen.

Fazit: Entscheidend ist nicht die Menge, sondern was davon gefressen wird

Das beste Eichhörnchenfutter ist nicht automatisch die Mischung mit den meisten Zutaten oder dem niedrigsten Kilopreis.

Eichhörnchen wählen ihr Futter sehr gezielt aus.

Nüsse, Samen und natürliche Waldfrüchte wie Haselnüsse, Walnüsse und Bucheckern gehören deshalb zu den interessantesten Bestandteilen einer hochwertigen Futtermischung.

Wer beobachtet, dass große Teile einer gekauften Mischung regelmäßig liegen bleiben, kann einzelne hochwertige Bestandteile separat anbieten und herausfinden, was die Tiere an der eigenen Futterstelle tatsächlich bevorzugen.

Gerade Bucheckern sind dabei eine interessante Ergänzung: Sie gehören zur natürlichen Waldnahrung von Eichhörnchen und können entweder pur oder zusammen mit anderen Nüssen und Samen verfüttert werden.